Zeittafel

Zeittafel
zur Geschichte und Entwicklung
von Junkersdorf

962 25.Dezember: Urkundliche Erwähnung als „Gunteresthorp“ in der Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Bruno für das Stift St Caecilia in Köln; Originalurkunde im Historischen Archiv der Stadt Köln; Haupturkundenarchiv Nr. 3a; Regest: Oediger , Regesten der Erzbischöfe von Köln 1 Nr.449; Druck Laclombet, Niederrheinisches Urkundenbuch I Nr. 105.

Erzbischof Warinus schenkt dem Ursulakloster Köln 4 ½ Hufen „Guntershorper“ Land

1166 8.August: Urkundliche Erwähnung des Lammerzhofes (Villa St. Mauritzi); heutige Marsdorfer Straße (Familie Hafke)

1223 19.August: Urkundliche Erwähnung der Dorfkirche am Schul-berg

1280 29.November: Urkundliche Erwähnung des Statthalterhofes
(Tönneshof, villa dominicata, Sterrenhof) mit dem Sitz des Dorfgerichtes (Statthalterhof-Allee).

1282 Personalunion zwischen den Pfarreien Müngersdorf und Jun-kersdorf (ein Pfarrer für beide Pfarreien).

1305 10.Juli; Kämpfe bei Junkersdorf zwischen dem Burggrafen von Drachenfels und Kölner Bürgern.

1315 5.Juli: Urkundliche Erwähnung des Fronhofes ( villa St. Ge-reonis, villa majora) als Haupthof mit Hofgericht und Berufungsinstanz für das Hofgericht des Fronhofes in Viersen -
Fronhofweg, Familie Finger.

1324 24.Dezember: Rektor Johannes, erster nachweisbarer Jun-kersdorfer Pfarrer. Erzbischof Heinrich II. bestätigt dem Kölner Gereonsstift die Inbesitznahme der Junkersdorfer Kirche.

1419 25.Februar: Urkundliche Erwähnung des Geschlechtes Gun-desdorp.

1424 24.Januar: Urkundliche Erwähnung des nicht mehr bestehen-den Schallenhofes
1455 8.April: Urkundliche Erwähnung des Keiffgutes (Jüddengut)
1482 Emondt von Pallandt, Herr zu Frechen und Amtmann in Guntersdorp.

1503 Ein Siechenhaus an der Aachener Straße.

1518 Wendelinuskapelle wird der Junkersdorfer Pfarrei unterstellt.

1585 12.Juli; Erzbischöfliche Truppen verüben in Junkersdorf Ge-walttaten und Grausamkeiten.

1586 3.Juli; Schlacht bei „Jonckersdoff“ Söldner des Kölner Erz-Bischofs überfallen einen Kaufmannszug, töten und Verwunden über 300 Personen.

1588 26.Mai; Erzbischöfliche Truppen überfallen erneut einen Kaufmannszug, werden aber in die Flucht geschlagen.

1613 Neubildung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft.

1620 Johannes von Beek, Herr der Herrlichkeit Guntersdorff und Praeceptor St. Antony.

1642 Junkersdorfer Bürger flüchten vor den einrückenden Hessen nach Köln.

1671 Urkundliche Erwähnung des untergegangenes Gertrudishofes
( villa St. Gerdrudis, Duffeshof, Teufelshof); lag gegenüber dem Schnittpunkt jetziger Wilhelm-von-Capitaine-Straße und Marsdorfer Straße.

1672 Junkersdorf hat 24 Bauernhäuser mit 102 ½ Morgen Land,
70 ½ Morgen ritterliches Land und 4 geistliche Höfe mit 753 Morgen Land Kölner Maß.
1673 Lehrer (Magister) Joes Wechter unterrichtet in der Pfarrschule. Die „Schule“ ist ein Raum in seiner Wohnung.

1676 Holländische Soldaten berauben und zerstören die Inneneinrichtung der Dorfkirche, die zum Dekanat Bergheim gehört. Vom 22.August bis 27.September sterben 23 Personen an der Ruhr.

1687 27.Januar: Agnes Hutmecher stirbt im Alter von 104 Jahren.

1689 15.März: Veronica Hüls vom Fronhof wird von Soldaten getötet.

1691 27.Januar: Münstersche Soldaten im Winterquartier.

1696 Junkersdorfer Wirtschaft mit Brauzwang am „place cauponis“
(Gasse des Wirten) – Kapaungas, Kappesgaß –, Wirt Peter Burkotten.

1712 Siechenhaus fällt im Sturm gegen Klöster und Kirchen.

1754 Kirche brennt mit Ausnahme des Chores nieder.

1754 Baujahr des Hauses Nr.15 in der jetzigen Wilhelm von Capitaine Straße (ehemaliger landwirtschaftlicher Hof und Schnapsbrennerei – „Brennerscher Hof“).

1761 Große Feuersbrunst vernichtet die strohgedeckten Bauern-häuser.

1775 6.November: Wendelinuskapelle kommt zur Pfarrei Mün-gersdorf zurück.

1778 Franz Jungbluth, kurpfälzischer Hofrat und Amtmann.

1791 16.September: Gerhard Bodden pachtet das Keiffgut.
(Jüddengut – Am Weidenpesch -, Familie Junker); Bodenhof.

1794 Oktober: Theodor Lievrè, mit der Wirtstochter Maria Burren-kopfs verheiratet, wird Munizipalverwalter.

1798 23.Januar: Junkersdorf wird dem „Canton de Weyden“ einge-gliedert.

1802 30.Juni: Junkersdorf kommt zur „Marie de Levenich“.

1804 1.März: Pfarrei Junkersdorf wird Hilfspfarrei der Kantonal-pfarrei Lövenich. Wendelinuskapelle wird geschlossen.

1807 Aufhebung der Personalunion zwischen den Pfarreien Mün-gersdorf und Junkersdorf.

1812 28.Dezember: Josef Schmitz-de Prée kauft den Statthalterhof.

1827 24.Februar: Pfarrei Junkersdorf wird dem neu gebildeten Dekanat Lövenich zugeordnet.

1831 Reitpost, Schnellpost und Fahrpost im Einzugsgebiet von Junkersdorf

1834 Wendelinuskapelle, (am Schnittpunkt Aachener Straße und Kirchweg) wird niedergelegt.

1835 25.Januar: St. Sebastianus Schützenbruderschaft wird in kirchlicher Beziehung erneuert.

1841 7.Januar: Eheleute Finger kaufen den Fronhof.

1846 29.August: Gemeinderatssitzung mit den Junkersdorfern Ge-
meindeverordneten Dreesen, Jungbluth, Hecker und Finger.

1850 Erste Postzustellung durch einen Landbriefträger der Post-Expedition Frechen.

1850 18.Dezember: Jacob Jungbluth als Beigeordneter vereidigt.

1858 1.November: Beigeordneter Constantin Boden übernimmt vorübergehend die Geschäfte des Bürgermeisters.

1871 Lehrer Peter Herwegen unterrichtet in dem „Schulsaal“ im Hause der jetzigen Schmiede in der Wilhelm von Capitaine Straße unbenannten Dorfstraße.

1873 7.März: Gemeinderat beschließt den Bau des ersten Junkers-dorfer Schulgebäudes am Schulberg.

1874 27.November: Ildevons Herwegen als Sohn eines Junkersdorfer Lehrers geboren. Er wurde Abt von Maria Laach.

1886 26.Dezember: Gründung des Kirchenchores St. Pankratius.

1890 Junkersdorf hat 481 Einwohner und 77 Wohngebäude.

1893 1.September: Gemeinderat beschließt den Bau der Katholischen Volksschule am Kirchweg.

1896 10. Juni: Einweihung des Klosters vom Guten Hirten. Rektor wird Pfarrer Philipp Schlick.

1898 Beginn der öffentlichen Wasserversorgung.

1906 30.Juni: Einführung der Stromversorgung.

1908 31.Mai: Benediktion der Pfarrkirche St. Pankratius, alte Dorf-Kirche wird Jungendheim.

1914 – 1918 Im ersten Weltkrieg 30 Gefallene aus Junkersdorf

1921 St. Sebastianus Schützenbrudergesellschaft zerfällt.

1926 Junkersdorfer Vereinsleben: Gartenbauverein, Jugendbund, Junggesellenverein, Kameradschaftlicher Verein, Männerge-sangverein „Cäcilia“, Theaterverein, Turnverein.

1927 6.April: Päpstlicher Geheimkämmerer, Monsignore Peter Hoeveler, Rektor des Kloster vom Guten Hirten, ist gestorben.

1928 10.Oktober: Personenstandsaufnahme, Junkersdorf hat 1607 Einwohner und 210 Wohngebäude.

1930 29.Juli: Entstehung des neuen Ortsteils „Stadionsiedlung“.

1936 1.März: Junkersdorf erhält ein Postamt

1939 – 1945 Zweiter Weltkrieg: Junkersdorf hat viele Gefallene, Vermisste und Ziviltote zu beklagen. Genaue Angaben mangels zuverlässiger Unterlagen nicht feststellbar. Alte Dorfkirche,
Pfarrkirche, Kloster vom Guten Hirten und 113 Privatgebäude von Kriegsschäden betroffen.

1948 14.September: Ortspfarrer Prof. Wilhelm von Capitaine ist gestorben

1949 21.November: Einweihung des Lehrlingsheims an der Aache-ner Straße

1952 4.März: Ehemaliges Sprachinstitut Dr.Blasneck wird Provin-zialhaus des Ordens der Mägde Mariens.

1952 10.Oktober: Erste Beerdigung auf dem neuen Friedhof.

1954 27.September: Einweihung der Albert-Schweitzer-Schule.

1956 15.Juni: Einweihung des Erweiterungsbaues der katholischen Volksschule.

1956 9.November: Mit Alfons Nowak wird erstmals ein Junkersdorfer Einwohner Bürgermeister der Gemeinde Lövenich.

1957 16.Juni: Einführung des Ortspfarrers Joseph Storck.

1958 23.März: Einweihung des evangelischen Jugendfreizeitheimes.

1958 4.April: Erster evangelischer Gottesdienst in Junkersdorf.

1960 15.August: Diamantenes Professjubiläum des Paters Heinrich Balgo, Rektor des Klosters vom Guten Hirten.

1960 4.September: Grundsteinlegung zur neuen Pfarrkirche.

1962 18.März: Benediktion der neuen Pfarrkirche.

1962 1.April: Junkersdorf hat 6642 Einwohner.

1962 29.September bis 7.Oktober: Jahrtausendfeier.











Die Zeittafel wurde der Festschrift "1000 Jahre Junkersdorf" mit freundlicher Genehmigung der Ritterbach Verlag GmbH, 50226 Frechen, entnommen.