Junkersdorfer Höfe


Eine Übersicht über die Entwicklung Junkersdorfs am Beispiel der landwirtschaftlichen Höfe rund um die alte Dorfkirche in Köln-Junkersdorf haben Christoph P. Selbach und Dr. Reiner Selbach, Köln-Junkersdorf, 2008 bezugnehmend auf eine Landkarte aus dem Jahre 1777 erstellt und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.



Wir haben diesen sehr interessanten Aufsatz als PDF-Datei eingestellt.
Sie können ihn hier öffnen:Junkersdorfer Höfe.pdf [2.096 KB]




Hier ein kleiner Auszug, der anregen soll weiter zu schmökern!


Junkersdorf als landwirtschaftlich geprägtes Dorf
Die Geschichte Junkersdorf war lange geprägt durch seine Höfe. Dies wird anschaulich durch den wiederholt als Titelbild des Kirmeshefts abgebildeten und daher im Ort rechtbekannten Ausschnitt aus einer Karte des Gereonstiftes aus dem Jahre 1777. Diese Karte bildet nun auch den Ausgangspunkt zu einer Übersicht zur Entwicklung der einzelnen Höfe.Junkersdorf (damals „Gunterersthorp“) wurde nachweislich erstmals am 25. Dezember 962 in der Schenkungsurkunde des Kölner Erzbischofs Bruno (953-965) für das Stift St. Cäcilia in urkundlich erwähnt, ist aber schon wesentlich älter. Immerhin wird - nicht eindeutig zuordnenbar - schon im Jahr 898 wird von einem „Gunteristorp … im Kölngau“ berichtet.
Zur Herkunft des Dorfnamens wird vermutet, dass sie auf den Kölner Bischof Gunthar (850 - 864) zurückgeht, dem der Wiederaufbau des Dorfes nach der normannischen Verwüstung im Jahr 850 zugeschrieben wird. Bodenfunde, darunter ein römisches Grab in der Nähe des alten Friedhofes, ein fränkisches Gräberfeld am Kornblumenweg und weitere Gräber auf dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Grote beweisen, dass Junkersdorf noch wesentlich früher besiedelt war.
Der schriftliche Nachweis aus dem Jahre 962 bot jedenfalls den Anlass zu einer Jahrtausendfeier des Ortes vom 29. September bis 7. Oktober 1962. Im Jahre 1987 war Junkersdorf dann bereits mindestens 1025 Jahre alt, woran vom 3.-11. Oktober erneut mit
einer Festwoche erinnert wurde ...